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Will & Grace -- HEAD 

Will & Grace (1998-2006)   


★★★★★★★★★
queerfaktor ★★★★★★☆☆☆☆
bunnyfaktor
★★★★★★★★☆☆
Thematik: schwul, bisexuell, lesbisch
Sitcom (NBC, USA)
194 Episoden in 8 Staffeln

Erstausstrahlung (US): September
1998

Erstausstrahlung (D): September 2001 (ProSieben)

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CAST

Eric McCormack (Will Truman) ♂♂
Debra Messing (Grace Adler)
Sean Hayes
♂♂ (Jack McFarland) ♂♂
Megan Mullally (Karen Walker)
♂♀♀

Wills Männer
Bobby Cannavale (Vince D'Angelo)
♂♂
Patrick Dempsey (Matthew Moshea)
♂♂
Taye Diggs (James Hanson)
♂♂
Chris Potter (Michael)
♂♂

Tim Bagley (Larry)
♂♂
Jerry Levine (Joe)
♂♂
Leslie Jordan (Beverly Leslie)
♂♂
Dan Futterman (Barry)
♂♂
Neil Patrick Harris
♂♂ (Bill) ♂♂
Richard Chamberlain
♂♂ (Clyde) ♂♂
Michael Douglas (Detective Gavin Hatch)
♂♂
Luke Perry (Aaron)
♂♂
Sandra Bernhard
♀♀♂ (Sandra Bernhard)
Rosie O'Donnell
♀♀ (Elliots Mutter)
Ellen DeGeneres
♀♀ (Schwester Louise)
Sara Gilbert
♀♀ (Cheryl)
Sharon Stone
♂♀♀ (Dr. Georgia Keller)
Madonna (Liz)
Britney Spears (Amber-Louise)
Matt Damon (Owen)
Alec Baldwin (Malcolm Widmark)

Shelley Morrison (Rosario Salazar)
Debbie Reynolds (Bobbi Adler)
Harry Connick, Jr. (Dr. Marvin Leo Markus)
Woody Harrelson (Nathan)
Michael Angarano (Elliot)
Minnie Driver (Lorraine Finster)
John Cleese (Lyle Finster)
Laura Kightlinger (Schwester Sheila)

Cher
Elton John
♂♂
Barry Manilow
♂♂
Martina Navrátilová
♂♂
George Takei
♂♂
Rudy Galindo
♂♂
Janet Jackson
Jennifer Lopez
Kevin Bacon



INHALT

Grace (Debra Messing) sucht nach dem perfekten Mann fürs Leben. Will (Eric McCormack) auch! In ihrer New Yorker WG kommt es dadurch zu allerlei Turbulenzen. Während Grace einen Erzeuger für ein Kind sucht, wünscht sich der schwule Will eine längerfristige Beziehung. Nebenher müssen sich die beiden mit Graces stinkfauler, trinkfreudiger Assistentin Karen (Megan Mullally) und Wills anstrengendem Freund Jack (Sean Hayes) herumschlagen...


SENDETERMINE
Zurzeit keine Ausstrahlung im Free-TV.


NEWS
Will & Grace IV - Gewinnspiel

Gewinnspiel zur vierten Staffel


★★★★★★ weBBewertung
 

 
Will & Grace -- Poster
 
QUEERmdbHistory
WILL & GRACE ist die erfolgreichste und wichtigste queere Serie im Mainstream. Die Besetzungsliste liest sich wie das Who-Is-Who homosexueller und homophiler Künstler Amerikas. Wer seine queeren Fans beglücken wollte, setzte alles daran, in der Show aufzutreten. Madonna, Cher, Jennifer Lopez, Janet Jackson, Elton John, Matt Damon, Sharon Stone, Ellen DeGeneres, Kevin Bacon und viele andere haben es sich nicht nehmen lassen, Fernsehgeschichte zu schreiben.

Dass NBC als Marktführer im amerikanischen TV-Geschäft 1998 die erste Sitcom mit einer schwulen Hauptfigur überhaupt realisierte, war eine kleine Revolution. ELLEN wurde bei der Konkurrenz ABC gerade abgesetzt, weil die Quoten nach Ellens Outing in den Keller gingen. NBC ging auf Nummer Sicher und platzierte WILL & GRACE gleich nach seiner erfolgreichsten Serie FRIENDS, was die Serie bis 2004 enorm unerstützte. Nachdem FRIENDS als Lead-In wegfiel, gab es einen deutlichen Quotenknick.

Ob WILL & GRACE genauso gut angenommen worden wäre, wenn die Darstellung der queeren Figuren mutiger, emanzipierter gewesen wäre, lässt sich nicht feststellen. Fakt ist, den ersten zaghaften schwulen Kuss gab es erst am Ende der dritten Staffel (siehe Queere Serienanalyse), den ersten leidenschaftlichen sogar erst in der letzten, als schon klar war, dass es keine neunte Staffel geben würde. Bis dahin wurde über Schwules geredet und gelacht, aber nicht gezeigt. Das hat natürlichen einen bitteren Beigeschmack und wurde mit Abzug beim queerfaktor quittiert. Fakt ist aber auch, dass man bis in die 90er Jahre hinein, schwule und lesbische Charaktere in US-Serien mit der Lupe suchen musste. Und wenn man sie gefunden hat, waren es durch die Bank Charaktere, bei denen die Homosexualität auch nur angedeutet wurde. Drüber reden, nicht zeigen - das entsprach dem Zeitgeist, mehr traute man sich nicht. Matt Fielding (gespielt vom späteren Ehemann von Desperate Housewife Lynette Scavo Doug Savant) durfte in der zweiten Staffel von MELROSE PLACE zum ersten Mal neben einem Kerl im Bett liegen. Das galt schon als gewagt. Sein Kuss mit Rob (Ty Miller) wurde gedreht, dann aber nicht gesendet. Dabei war FOX eigentlich ein vergleichsweise fortschrittlicher Sender, der bereits 1990 in 21 JUMP STREET zwei küssende Männer zeigte.

In einem Interview während der fünften Staffel erklärte Eric McCormack, Will bliebe deswegen Single, weil eine weitere Figur die Dynamik verändern würde. Eine Ausrede. Grace hatte bereits in der ersten Staffel einen festen Freund (Danny). In Wahrheit hatte man Angst vor einem möglichen Shitstorm, der zum Absetzen der Serie hätte führen können. Aufgrund dessen, dass Homosexualität theoretisch eine Rolle spielte, praktisch nicht gezeigt wurde, blieb die trotzdem erwartete öffentliche Empörung aus.

Beim Autoren-Duo Max Mutchnick und David Kohan war es wohl ausgerechnet der schwule Teil, Mutchnick, der immer wieder bremste, wenn es darum ging, aus dem theoretischen Schwulen Will einen deutlicher erkennbaren zu machen. Und so wirkt die Aufforderung von Jack in Staffel 5, Will möge sich mal wieder um den Sex in "homosexuell" kümmern, wie eine kleine Spitze gegen die eigene Prüderie.

Symptomatisch für die Doppelmoral der Serie war auch der Umgang der eigenen Sexualität der beiden männlichen Homo-Darsteller. Während Eric McCormack in Interviews seine Heterosexualität gern und oft zum Ausdruck brachte, verheimlichte Sean Hayes seine Homosexualität bis 2013, bevor er sich dann öffentlichkeitswirksam outete, um seine mäßig erfolgreiche SitCom SEAN SAVES THE WORLD zu promoten, in der er wieder eine schwule Figur spielt.

Bis auf die Tendenz, dass immer mehr queere Figuren auftauchen, hat sich in der Emanzipation des Queeren in US-amerikanischen Serien seit WILL & GRACE nicht viel getan. Möglicherweise ist dies aber gar nicht mal einer homophoben Attitüde geschuldet, sondern vielmehr einer puritanischen. Die Darstellung von Sex war schon immer zurückhaltender als in europäischen Medien. Dem steht die eindeutig vorhandene Tendenz entgegen, hier immer expliziter zu werden. Der Erfolg von SEX AND THE CITY war da sicher ein Eisbrecher. TELL ME YOU LOVE ME ein weiterer eindrucksvoller Beweis, überwundener Zurückhaltung. Wann fällt die Zurückhaltung bezüglich der Darstellung queerer Liebe?

 
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