Impressum

Camminando Verso -- HEAD 

Camminando Verso - Gemeinsam Gehen (2011)  
  ☆☆☆☆☆
AKA: Walking Towards
Thematik: lesbisch

Liebesdrama
(Italien)
Laufzeit: 01 Stunde 14 Minuten
Premiere: 01. Mai 2011 (Torino GLBT FF, Italien)
DVD-VÖ: 27. September 2013
OmU

eBay

DVD bei amazon kaufen

CAST
Anastazija Vidmar (Emina) ♀♀
Fiorenza Tessari (Antonia) ♀♀
Amel Orucevic (Neso)
Carlo Barbero

Regie: Roberto Cuzzillo
Drehbuch: Carla Scicchitano


SYNOPSIS
Turin. Emina, aus Bosnien geflohen, arbeitet in einem Schnellimbiß und ist in der Stadt sesshaft geworden. Sie quält ein dunkles Geheimnis aus ihrer Vergangenheit. Halt und Trost in ihrer Einsamkeit findet sie bei ihrer Mitbewohnerin Antonia, die der verschlossenen Frau geradezu verfallen ist. Als aber Emina einen mysteriösen bosnischen Mann trifft, wird sie zu dem fast Unmöglichen gezwungen: sie muß sich dem stellen, was sie schon längst hinter sich gelassen glaubt.

 
KOMMENTARE

(Gem)Einsam auf der Suche

★★★☆☆☆☆☆☆☆
Emina arbeitet in einem Schnellimbiss in Italien und geht sehr schweigend und traurig durchs Leben. Sie wohnt bei der lesbischen lebensfrohen Antonia, die in einem Café jobbt und immer wieder mit Frauen in Untermiete die Wohnung teilt. Antonia ist auf der Suche nach jemanden, mit dem sie ihr Leben, den Kuchen und das Bett teilen kann. Emina kann nicht teilen. Will nicht teilen. Sie ist aus Bosnien und hat den Bosnienkrieg (1992-1995) miterlebt. Ist geflüchtet nach Italien. Doch ihre Erinnerungen holen sie laufend ein. Beide Frauen grübeln über das Leben – die eine über die Gewalt, die sie in ihrer Heimat erlebt hat, die andere über die Liebe. Zwischen einem aufdringlichen Chef und dem Abend in der Wohnung passiert nicht viel in Eminas Leben – doch Antonia möchte Farbe hineinbringen in Eminas Leben, von dem sie nicht viel weiß.

Antonia mit Helferinnensyndrom, rettet einem Unbekannten, Nero, das Leben, als er sich besoffen von der Brücke stürzen will – zufällig auch ein Bosnier. Sie nimmt ihn mit nach Hause, er lernt Emina kennen – und beobachtet sie aus Distanz. Auch er ist mit dem Aufarbeiten seiner Erlebnisse im Krieg beschäftigt, auf der Suche nach einem neuen Leben, am Weg nach Kanada.

Nachdem sich Antonias jüngere, in New York abwesende Freundin von ihr trennt, sie sehr verzweifelt ist, tröstet Emina Antonia und sich mit ihr und umgekehrt. Das erste Lächeln auf Eminas Gesicht, als Antonia sie sanft berührt. Zärtlichkeiten, ein „Gemeinsam Liegen“. Antonia möchte das Geheimnis hinter Eminas Schweigen finden. Emina ist glücklich. Doch ihr Chef, Alfonso, der möchte mehr von Emina, sie flüchtet – zu Antonia dreht sie sich zärtlich hin, vom Mann energisch weg - und ist getrieben zwischen Kriegserinnerungen und ihrem Weg, damit umzugehen: Mit einer Schere fügt sie sich immer wieder selbst Verletzungen zu…

Der Film ist alles andere als ein Feelgood-Movie: es gibt sehr wenig Dialoge, es gibt viele lange Einstellungen, die Kamera beobachtet, immer unterlegt von Musik. Auch die Erinnerungen, die Emina hat, werden so visualisiert eingeschoben (als schwarz-weiß-Filme mit verzerrtem Ton). Der ganze Film ist (er)drückend, sowohl das Schweigen, als auch die Musik. Auch die Wohnung ist karg und leer dargestellt, Farbe ist kein Element des Filmes. Alles ist düster. Somit ist wohl der Zustand, den Emina fühlt, sehr gut übersetzt in Bilder und Töne. Wohl getroffen - aber für mich schwer erträglich.

Und dann die Eifersucht, unbegründet: „Warum darf ich nicht in deinem Leben sein? … Ich vermute, Neso ist es." Das verlassene Land und die Kriegserlebnisse verbinden – doch sind Welten zwischen Emina und Neso. Es sind der Krieg, die gesehenen Erlebnisse – Hinrichtungen, eine erlebte Vergewaltigung, diesen Anblick bekommt Emina nicht los.

Auch die Liebe, das zärtliche Band zwischen Antonia und Emina ist ein kurzes: Liebe sei bloße Energie – sie komme, enthülle und gehe wieder. Man sehe dadurch alles – und vor allem nichts. Emina sucht die Wahrheit. Will die sein, die sie einmal gewesen ist. Dafür muss sie zuallererst vergeben… Emina möchte zurück nach Bosnien – „Was wir hatten, bleibt für immer im Herzen.“ Es wäre schön, würde Antonia sie begleiten… Emina packt und verschwindet aus Antonias Leben – und Antonia ist der Katalysator, wieder mal...
[Gerti Reznicek]

Queerfaktor: 6.5
| Bunnyfaktor: 5
 


  
 Camminando Verso -- POSTER
 
 
QUEERmdbINFO
CAMMINANDO VERSO ist nach SENZA FINE (2008) (Dt. Titel: ENDLOS) der zweite Spielfilm, ebenfalls mit lesbischer Thematik, des italienischen Regisseurs Roberto Cuzzillo.


 
LINKS

Camminando verso (2011) on IMDb



Dein Link?
 
 
 

  Ähnliche Filme

Küss mich   Tru Love   bestefreunde   Proxy

Caramel   Die Wolken von Sils Maria   Ich will dich  
Endlos
     

TRAILER (OmeU)

FILMBILDER

Camminando Verso -- STILL 1 

Camminando Verso -- STILL 2 

© SP11/ GMfilms

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...